Kinder des Muslims

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Anmerkung: Wiedergabe einiger Inhalte aus dem Buch „Bu Ümmetin Fidanlari Cocuklarımız“ von Nureddin Yıldız (2018) auf Deutsch, ergänzt um eigenen Gedanken der Verfasserin (B. K.).


ALLAAH TE’ALA ist der einzige Besitzer unserer Kinder. Wir, als Eltern oder zukünftige Eltern, sind nur jene, denen diese Kinder anvertraut wurden.

Wir sollten uns freuen, dass ALLAAH TE’ALA uns dafür ausgesucht hat. Denn, dies bedeutet, dass wir im Stande sind, auf dieses Kind Acht zu geben, es zu hüten und ihm seine islamischen Kinderrechte zu erfüllen. Uns sollte ebenfalls bewusst sein, dass wir eine „kleine Ummah“, eine kleine Gemeinde, eine Gemeinschaft erziehen, die ein Teil der großen Ummah sein wird, ein Teil der neuen Generation nach unserem Dasein als Eltern. Davon ausgehend bedeutet es für uns, dass wir in die Ummah mental, finanziell sowie physisch investieren. Aber wie?

In dem wir unserem Kind eine islamische Erziehung vorlegen, vorleben und es nach diesem Prinzip erziehen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass wir für uns selbst (als Eltern) investieren. Wie ist dies zu verstehen?

Stell Dir vor, du bist verstorben, deine Zeit ist abgelaufen und du kannst dich nicht mehr bewegen, geschweige denn gottesdienstliche Handlungen ausführen.

Aber dennoch fastest du.

Aber dennoch führst du die Hajj aus.

Aber dennoch liest du den Qur’an.

Aber dennoch investierst du in den Islam.

Aber dennoch hisst du die Flagge des Tawhids.

Aber dennoch rufst du im Grab zu ALLAAH TE’ALA auf.

Wie passt das zusammen?

Das Eine widerspricht dem Anderen, sagt die Vernunft. Aber ALLAAH TE’ALA sagt etwas Anderes. Der Prophet s. a. w. sagt etwas Anderes.

Im Diesseits, während der Erziehung unserer Kinder, Pflanzen wir einen Samen ein. Aber nicht irgendwo, wir tun dies auf unserem Grab. Dieser Samen wächst, wird zu einer Sprosse, dann bekommt er die ersten großen Blätter, dann einen zierlichen Stamm. Und siehe… Irgendwann kommt deine Zeit und du liegst im Grab. Diese Sprosse ist nun zu einem Baum herangewachsen. Schmückt sich mit seinen Ästen, Knospen und Blüten. Es entstehen Früchte, mit denen Du Dich im Grab nun versorgst.

Früchte der guten Taten deines Kindes.

Während es die Hajj macht, ist es so, als würdest Du die Hajj vollziehen. Während es fastet, den Qur’an liest und ihn anderen beibringt, ist es so, als würdest Du fasten und anderen den Qur’an lehren. Du bist wie ein lebender Toter im Grab, der die Früchte seiner Mühen, seiner Geduld und seiner Bereitschaft, ALLAAH TE’ALA zu dienen, nun genießt.


Quelle: Nureddin Yıldız (2018). Bu Ümmetin Fidanları Cocuklarımız.

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