„Unseren Propheten zu lieben ist keine Sache des Gemütszustand und der Emotionen, sondern eine notwendige Bedingung des Īmān.
Das muss der erste Pfeiler für den Grund der Liebe zwischen einen Muslim und dem Propheten sein. Der gläubige Mensch muss wissen, dass die Liebe zum Propheten, an den er glauben muss, keinesfalls eine Angelegenheit ist, die lediglich auf Emotion und Begeisterung begrenzt werden kann. Denn zum Thema, inwiefern dies eine Angelegenheit des Īmāns ist, hat unser Herr im Qur’ān oder unser Prophet, der uns die göttliche Botschaften lehrte, in zahlreichen Erklärungen eindeutig dargelegt.
Beispiel: Unser Here befiehlt in der Sūra Tauba folgendes:
„Sprich: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Gattinnen und eure Sippemitglieder, Besitz, den ihr erworben habt, Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und Wohnungen, an denen ihr Gefallen findet, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Abmühen auf Seinem Weg, dann wartet ab, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah leitet das den Ungehorsamen nicht den Weg.“
Der große Koranexeget Imām Qurtubī verwendete beim Tafsīr dieses Verses folgenden Ausdruck: “ Dieser Vers ist ein Beweis dafür, dass die Liebe zu Allah und seinem Gesandten obligatorisch (fard) ist und in diesem Punkt gibt es überhaupt keine Meinungsverschiedenheit. Außerdem steht diese Liebe über jeder andren Art von Liebe.“
Daher muss diese erste Anwortauf die Frage, warum wir lieben müssen, diese sein: „Unseren Propheten zu lieben ist keien Sache des Gemütszustandes und der Emotion, sondern eine notwendige Bedingung des Īmāns.“ […]
Unseren Propheten zu lieben, ist das wichtigste Mittel, um den Geschmack und Genuss des Imāns zu erhalten. […]
Die erste der drei Säulen, die unser Prophet aufzählt, um den Geschmack des Glaubens zu erreichen ist: „Allah und seinen Gesandten mehr als alles andre zu lieben.“
Und aus dem Grund sagen wir, dass die Liebe zu unserem Propheten das wichtigste Mittel ist, um den Geschmack des Glaubens zu bekommen. […]
Die erste Stufe zu dieser Beziehung ist sicherlich, ihn im wahrsten Sinne des Wortes zu lieben. Das Lieben wird es gewährleisten, ihm zu folgen, das Folgen wiederum wird die Liebe Allahs und diese große Liebe zu erhalten, wird das Recht auf die göttliche Barmherzigkeit und Vergebung gewährleisten. […]
Es ist möglich unseren Propheten (ص) zu lieben, indem wir ihn zu jeder Zeit und in jedem Lebensbereich zum unumstrittenen Vorbild nehmen. […]
Der zweite Grundsatz zu der Frage, wie die tatsächliche Liebe sein soll, ist dieser. Der Liebende ist auf dem Weh des Geliebten; der Liebenede ist so, wie der Geliebte es möchte; der Liebende macht Sachen, die dem Geliebten gefallen; der Liebende unterlässt Sachen, die dem Geliebten missfallen.
Folglich ist die Behauptung zu lieben und gleichzeitig Sachen zu machen, die der Geliebte nicht akzeptiert, eine Liebe, die bloß daher gesagt ist. […]
Es ist möglich unseren Propheten nicht nur mit dem Verstand, sondern sowohl mit dem Verstand als auch mit dem Herzen und insbesondere mit dem Herzen zu lieben.
Die Liebe ist keine Sache des Verstandes, sondern eine Angelegenheit des Herzens. Jede Liebe ist so, denn das Zentrum der Liebe ist nicht der Verstand, sondern das Herz. Leider vergessen wir als Muslime der modernen Welt diese Tatsache – absichtlich oder unbeabsichtigt. Während wir alles Mögliche mit dem Herzen lieben, werden wir wenn es um Allāh (swt.) Und Seinen Gesandten (ص) geht, plötzlich zu Rationalisten und überlassen diese Angelegenheit dem Verstand. Aber es gibt eine Tatsache, die wir nicht vergessen dürfen, und diese ist, dass die Liebe nicht nur eine Angelegenheit des Verstandes ist, sondern auch des Herzens. Der Mensch versteht, lernt und begreift mit dem Verstand, aber mit dem Herzen liebt er.
Diese Tatsache brachte einer, der den Propheten liebte […], folgendermaßen zum Ausdruck:
Mache den Verstand nicht zum Führer,
Er ist voll von Fallen,
Komm zur Liebe,
Deren Absicht mit Makellosigkeit und Unbeirrtheut überschwappt,
Willst du etwa dem Weg der Liebe,
Unter der Führung des Verstandes einschlagen?
Willst du zur Suche der Sonne,
etwa unter dem Faden Licht einer zitternden Kerze los schreiten?“
(Yıldırım, 2013, S. 33-54)
Quelle: Yıldırım, Muhammed Emin (2013). Unseren Propheten (ص) sowie die Gefährten zu lieben. Istanbul: Siyer Yayınları.

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