„Viele Menschen vergessen den Tod. Sie leben in dieser Welt, als ob sie ewig leben und der Tod sie nie einholen würde. Doch Fakt ist, dass das Leben eines jeden von uns ein Ende hat. Manche gehen früher und manche später, doch es gibt niemanden, der davon verschont bleibt. Ob arm oder reich, jung oder alt, krank oder gesund: Es wird jeden treffen.
Dazu heißt es im Quran:
„Jede Seele wird den Tod kosten (…)“ (3:185)
Und wenn es soweit ist, dann sollte man vorbereitet sein. Der Tod ist eine schwere Angelegenheit. Selbst wenn der Sterbende einen friedlichen Tod zu haben scheint, muss es nicht so sein. Viele wollen nicht wahrhaben, dass sie irgendwann sterben werden. Sie wollen nicht daran denken oder daran erinnert werden. Sie versuchen davor wegzulaufen, aber es ist nicht möglich:
„Und es kam die Benommenheit des Todeskampfes in Gerechtigkeit: ‚Das ist es, dem du zu entrinnen suchtest.“ (50:19)
Alle Menschen werden sterben. Mit jedem Atemzug kommt man dem letzten Tag entgegen, der letzten Stunde, der letzten Sekunde.
Der Gesandte Allahs ص sagte, dass derjenige scharfsinnig ist, der am meisten des Todes gedenkt und sich am besten vorbereitet auf das, was danach kommen wird.
[…]
Der Gesandte Allahs ص sagte:
„Scharfsinnig ist derjenige, der sich selbst kritisch betrachtet und nach dem strebt, was ihm nach dem Tode zum Wohl gereichen wird; und schwachsinnig ist derjenige, der Sklave seiner Begierden bleibt und von Allah nur die Erfüllung seiner Wünsche erbittet.“ (Tirmidhi, 2459)
Die Erinnerung an den Tod hilft somit dabei, keine Sünden zu begehen, macht die harten Herzen weich und lässt das Festhalten an den Freuden des Diesseits vergehen und erleichtert die Schicksalsschläge des Diesseits.
Imam Al-Qurtubi schreibt dazu, dass man sich selbst zur Rechenschaft ziehen und sich auf das Jenseits vorbereiten soll, mit guten Taten und dem Unterlassen von Sünden.
Man sollte Allah ständig erwähnen und Ihm dienen in allen Lebenslagen, denn das ist der Vorrat, den man zum Tage der Auferstehung mitnimmt.
Der „Schwachsinnige“ tut nichts, und obwohl er seinen Begierden folgt und Allahs Befehlen nicht Folge leistet, hegt er die Hoffnung, dass Allah ihm vergibt. Doch das ist eine Täuschung, denn Allah hat ihm gewisse Dinge befohlen und andere verboten, doch er gehorchte Ihm nicht.
Allah ist allvergebend und barmherzig, aber auch hart im Bestrafen!
Man sollte sich nichts vormachen. Man darf nicht ständig denken, dass man sündigen kann, so viel man möchte, da unser Herr der Allerbarmer ist. Unser Herr Allah hat Seine Zeichen klar gezeigt und das Richtige vom Falschen unterschieden; so sollte der Mensch auch dem Richtigen folgen und sich auf das Jenseits vorbereiten. Auf das, was ewig währt.
Der Gesandte Allahs ص sagte:
„(…) Bei Allah! Es ist nicht die Armut, die ich für euch fürchte. Worüber ich mir Sorgen mache, ist, dass sich Die Welt für euch öffnet, so wie sie es für die Leute vor euch tat; und dann werdet ihr anfangen, danach zu streben (konkurrieren), genauso wie es die Leute vor euch täten, und es wird euch zerstören, wie es die Leute zerstört hat, die vor euch waren.“
(Bukhari, 3158)
(Gada, 2019, S. 17-21)
Quelle: Khaled-Rubi, Gada (2019). Die Reise ins Jenseits, Über den Tod und das Leben danach. Düsseldorf: IB Verlag Islamische Bibliothek.

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