Hinweis: Da die deutsche Übersetzung nicht vorhanden ist, handelt es sich im folgenden Beitrag um eine ungefähre Übersetzung aus dem Buch.
„Der Unterschied zwischen der Hoffnung und dem Wunschdenken ist, dass das Wunschdenken Faulheit beinhaltet, in der die Person sich weder anstrengt, noch sich darum bemüht (das zu erlangen was sie sich wünscht). Hoffnung wiederum, beinhaltet das Streben und Bemühen um das, worauf man hofft und schönes Vertrauen.
Der erste ist wie jener, der hofft, dass die Erde seine eigenen Samen für ihn pflanzt. Der andere ist wie jener, der sich darum kümmert und die Samen (selber) pflanzt und dann darauf hofft, dass die Pflanzen wachsen werden.
Aus diesem Grund sind sich die Gnostiker (ʿarifun) einig, dass die Hoffnung nicht korrekt ist, außer sie wird von Taten begleitet. Shah al-Kirmani sagte: „Das Zeichen guter Hoffnung ist, der gute Gehorsam. Die Hoffnung hat 3 Arten; 2 sind lobenswert und eine ist tadelnswert. Die erste ist die Hoffnung einer Person, die eine Tat des Gehorsam für Allah macht, durch ein Licht von Allah, und sich den Lohn dafür erhofft; und wie jemand, der eine Sünde begeht, sie dann bereut, und auf Allahs Vergebung hofft, auf Seine Gnade und Nachsicht. Die 3. Art ist die Person, die fortlaufend sündigt und Grenzen überschreitet und trotzdem auf Allahs Vergebung hofft ohne irgendetwas dafür zu tun. Das ist Täuschung, Wunschdenken und falsche Hoffnung.““
(Madarij As Salikiin 2/27-28)
Ibn al-Qayyim rahimaullah sagte:
«Wenn er doch nur ein kleines bisschen Verständnis besäße, dann würde er die Vorenthaltung als einen Segen sehen, und die Krankheit als eine Barmherzigkeit. Und er würde die Schwierigkeit, die ihm widerfährt, mehr genießen als er ihre Erleichterung genießt. Und er würde sich an der Armut mehr erfreuen als er sich am Reichtum erfreut. Und er würde dankbarer sein, wenn er mit wenig gesegnet wird, als wenn er mit viel gesegnet wird.»
(Madarij As Salikiin 2/215-216)
Ibn Al-Qayyim Rahimullah sagte: „Sünden können für eine Person nützlicher sein, wenn sie sie dazu leitet zu bereuen, als das Verrichten vieler Handlungen der Anbetung. Dies ist, was mit den Worten eines Salafs gemeint ist: „Eine Person könnte eine Sünde begehen und auf Grund dieser das Paradies betreten oder er könnte eine Handlung der Anbetung begehen und auf Grund dieser die Hölle betreten.“
Sie sagten: „Kann das sein?”
Er sagte: „Sie könnte eine Sünde begehen und fortfahren über sie nachzudenken und wenn sie steht, sitzt oder geht sich an ihre Sünde erinnert, so dass sie sich beschämt fühlt, bereut, Vergebung sucht und sie bedauert, so dass dies die Mittel ihrer Erlösung sind. Und sie könnte eine gute Tat verrichten und fortfahren über sie nachzudenken und wenn sie steht, sitzt oder geht sich daran erinnert und dies füllt sie mit Selbstbewunderung und Hochmut, so dass dies der Grund für ihren Untergang ist.“
Also könnte die Sünde ein Faktor sein, welcher sie dazu leitet Handlungen der Anbetung zu verrichten, gute Taten zu verrichten und ihr Verhalten zu ändern, so dass sie Allah fürchtet und sich vor Ihm beschämt und erniedrigt fühlt, ihren Kopf in Scham hängend und in Bedauern weinend auf der der Vergebung ihres Herrn. Jede dieser Effekte ist besser für eine Person, als eine Handlung der Anbetung, welche ihn veranlasst sich stolz zu fühlen, anzugeben oder auf andere Leute hinab zu sehen. Zweifellos ist diese Sünde vor Allah besser und ermöglicht eher eine Erlösung als jemand, der bewundert und auf andere hinabschaut und der denkt, dass er Allah einen Gefallen tun würde. Auch wenn er Worte sagt, die etwas anderes als das andeuten, Allah ist der Zeuge über das, was in seinem Herzen ist. Solch eine Person könnte Hass gegenüber Leuten empfinden, wenn sie keinen großen Respekt vor ihm haben und sich nicht selbst vor ihm erniedrigen. Wenn er sich selbst ehrlich begutachten würde, würde er dies klar sehen.”
(Madarij al-Saalikin 1/299)
Ibn ul Qayyim Rahimullah erwähnte zehn Ursachen, welche zu der Liebe Allahs gegenüber Seinem Diener und der Liebe Seines Dieners gegenüber seinem Herrn führen. (Diese zehn sind):
- Das Rezitieren des Qurans, während man über seine Bedeutungen nachdenkt und sich Gedanken darüber macht, was genau damit gemeint ist.
- Sich Allah zu nähern, indem man freiwillige Taten nach den obligatorischen Taten vollzieht. Dies ist so, wie es in dem Hadith Qudsi steht: „Mein Diener fährt fort sich Mir zu nähern, indem er freiwillige Taten vollzieht, bis Ich ihn liebe.“ [Überliefert von Buchari]
- Die ständige Erinnerung an Allah unter allen Umständen mit der Zunge, dem Herzen und den Taten. Die Größe der Liebe eines jeden gegenüber Allah wird von diesen Dingen bestimmt.
- Den Dingen, die Er (Allah) liebt, Vorrang geben, wenn man von seinen eigenen Leidenschaften heimgesucht wird, gegenüber den Dingen, die man selbst liebt.
- Das Herz, welches begierig ist nach den Namen und Attributen Allahs und das Herz, welches in den Gärten des Wissens umherstreift.
- Die verborgene oder offenkundige Großzügigkeit, Güte und Freigebigkeit von Allah beobachten.
- Und diese ist das wundervollste von allen, dass das Herz vor Allah sanft, unterworfen und nachgiebig ist.
- Allein mit Allah sein, während Er in dem letzten Drittel der Nacht hinabsteigt, während man Sein Buch liest und diese (Lesung) damit beendet, indem man um Vergebung und um die Annahme der Reue bittet.
- Mit den Geliebten und Aufrichtigen (Dienern Allahs) sitzen, um von ihren Früchte tragenden Gesprächen zu profitieren. Und nicht zu sprechen, außer wenn es nützlich ist oder man weiß, dass es den eigenen Zustand verbessern und nützlich für die anderen sein wird.
- Von jeder Sache fern bleiben, die sich zwischen das Herz und Allah stellt.
Diese Zehn Dinge werden die Liebenden dazu bringen, die wahrhaftige Stufe der Liebe zu erlangen. Dies wird sie zu ihrem Geliebten (Allah) bringen.
(Madarij as-Salikiin 3/17-18) –> Zitiert in „Die Freude des Imans” von Abdullah bin Dscharullah al-Dscharullah

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