Im zweiten Teil geht es um ein ganz anderes Thema. Wir lesen immer wieder in den Hadithen die Aufforderung, das erhaltene Wissen weiterzugeben:
Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt: „Wer nach einer Lehre gefragt wird und sie (wissentlich) verschweigt, dem wird ein Zügel aus Feuer am Tage der Auferstehung angelegt.“(Abu Dawud (3658), Tirmidhi)
Was verstehe ich als Laie (damit sind eigentlich so gut wie alle gemeint, außer du hast eine Idschaaza von einem Gelehrten) von dieser Idee der Weitergabe?
Wenn ich zu einem Thema (Bsp. Ehe oder Motivation) ein Buch gelesen habe, dieses Wissen dann komprimiere, dann kann ich diese Zusammenfassung einer Person B oder einer Gruppe in Form eines Vortrages weitergeben. Vorausgesetzt du kannst zu diesem Thema auch zusätzliche Informationen geben und Fragen im selben Niveau beantworten. Wenn du über die Ehe reden willst, musst du nicht Ahnung über das Finanzsystem im Islam haben. Genau das verstehe ich unter diesen Hadithen. Jeder kann sein Wissen (sei es nur ein Hadith) weitergeben.
Selbstverständlich sind bestimmte Themen von der Priorität her an erster Stelle (Aqiidah, Quraanwissenschaften u.ä.). Das Thema Aqiidah sollte auch nur von Personen unterrichtet werden, die das zu 100% können (wichtigstes Thema). Kein Laie (damit sind immer noch wir alle gemeint, auch wenn du denkst, dass du viel Wissen erworben hast) ist dazu verpflichtet, diese Themen zu priorisieren oder an Personen die sogenannten Aqiidah-Checks (kann wenig mit diesem Begriff anfangen) durchzuführen.
Was gibt es schöneres als eine „Person des Lernens“ selbst das neu erlernte weiterzugeben und dabei die Hadithe zu erfüllen?
Eine wichtige Angelegenheit: Ich muss am Tag des Gerichts meine Taten verantworten. Wie könnte ich vor diesem Gericht stehen und sagen: „Ich hatte die Absicht gehabt, das gelernte Wissen weiterzugeben. Leider habe ich andere Ratschläge befolgt.“
Die Hadithe sind eindeutig und kein Muslim sollte sein Wissen für sich behalten. Wenn man dazu noch das Talent des Sprechens/Schreibens hat, dann hat man eine noch größere Verantwortung.
Glückseligkeit über die, die Instagram und Telegramm haben und diese Kanäle ausnutzen!
PS: Im Islam kann man weder die Taten noch die Sünden anderer Personen übernehmen.
Quelle: FAJR JUGEND (https://t.me/fajrjugend)

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