Warum heiraten wir? – Teil 3
Bevor wir Moscheen aufbauen, mit Minaretten prahlen, Universitäten eröffnen, lasst uns erst einmal Ehen eingehen. Warum?
Bevor der Prophet صلى الله عليه وسلم nach Medina auswanderte, bevor er die Kaaba hatte, bevor er eine Moschee hatte, hatte er Khadija. Als er völlig angsterfüllt nach Hause eilte, begann er erst bei Khadija رضي الله عنها den Islam zu verkünden. Er fragte seine Frau, wo soll ich anfangen (den Islam zu verkünden)? Sie sagte: „Fang bei mir an.“ Wenn Khadija رضي الله عنها gesagt hätte: „Warte, ich muss erst zur Arbeit, studieren, aufräumen, putzen…“ Wer weiß, wo die Ummah heute wäre?
Erst wenn wir wie der Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم geworden sind und wie Khadija رضي الله عنها verstanden haben, dass wir alles für die Ehe opfern müssen, werden die Diskotheken leer sein, die Shishabars leer sein, der Drogenkonsum minimiert sein und der Alkohol aus unserem Leben verschwinden.
Was bringen uns 12 Minaretten, wenn zur gleichen Zeit 12 Ehen kaputt gehen?
Wenn wir uns auf die Moscheen konzentrieren, werden wir wie in den muslimischen Ländern wenn der Adhan „Allahu akbar“ ruft, sagen „Euro akbar, einkaufen akbar, Arbeit akbar, Studium akbar.“ Das, weil wir in genmanipulierten Ehen aufgewachsen sind.
Wenn wir Ehen verlieren, wird die Menschheit in großen Moscheen leer stehen.
Die Zahl der Gläubigen, derjenigen die beten, werden durch die Ehen vermehrt.
Liebe Schwester, du sagst: „Bin ich ’ne Gebärmaschine oder was?“ Wo doch der Prophet صلى الله عليه وسلم sagte: „Ich werde auf eure Anzahl am Tage des Gerichts stolz sein.“ Wo doch Allah dir diese Aufgabe gab?
Wir denken: „Wie können wir mit 2.000€ Netto klarkommen,“ doch haben wir uns mal gefragt, wie unsere Geschwister in Somalia es ohne Einkommen schaffen? 10 Kinder, alle Hafidh.
Es ist unser Magen, unser Verstand, unsere Augen, die nicht satt werden.
Ich träume von dem Tag, an dem ich eine Schwester frage: „Was willst du einmal werden?“ Und sie sagt: „Mutter!“ Muter zu werden, ist die gewaltigste Aufgabe.
Jede junge Schwester und jeder junge Bruder, der sich der Ehe querstellt und sagt: „Erst Ausbildung, Arbeit, Uni usw.“, soll wissen, dass er/sie verloren hat im Kampf gegen den Shaytan.
Shaytan erste Taktik ist es nicht, die Kaaba oder Moscheen anzugreifen, sondern die Ehen. Er weiß, wenn er die Moscheen angreift, kommen die Muslime noch stärker zusammen. Er sorgt lieber dafür, dass die Ehen kaputt gehen, sodass die Muslime auf den Straßen aufwachsen. Wer soll da noch die Moscheen besuchen?
Noch nicht einmal für die Religion darfst du deine Ehe verschieben. Wie kannst du dann sagen: „Ich muss erst studieren?“ Studiere und heirate. Wo ist das Problem? Diejenigen, die damals die Ehe aufgrund von Uni, Master, Diplom verschoben haben, laufen heute immer noch Single herum. Warum? Der Mann denkt sich: „Bruder, ich bin 30 Jahre alt, wenn ich heute eine 28-jährige heirate, wer weiß, was die schon alles erlebt hat.“ Und die Schwester wartet auf den Akhi, der vom Himmel mit dem Pferd Burak kommt.
In Syrien werden Familien zerbombt, damit die Ummah weniger wird und hier heißen diese Raketen „Studium.“ 6 Jahre sind vergangen. Stell dir vor, 6 Millionen jugendliche Frauen und Männer, die normalerweise heiraten sollten, verschieben die Ehe um 6 Jahre. Das heisst für unsere Ummah mindestens 6 Millionen Kinder weniger. 6 Millionen Betende weniger.
Der Shaytan hält den einen mit Alkohol, den einen mit Shishabars und euch Praktizierenden mit Diplom von der Religion fern.
In einem Hadith heißt es (sinngemäß): Ein Sahabi kam zum Propheten صلى الله عليه وسلم und sagte: „Ich will nicht heiraten,“ der Prophet صلى الله عليه وسلم fragte: „Wieso?“ Er: „Die Ehe macht Probleme, es ist anstrengend, ich will mich lieber nur auf Allah konzentrieren.“ Was sagte der Prophet صلى الله عليه وسلم? „Ich bin der Gottesfürchtigste unter euch, ich heirate, du bist nicht von mir.“ Du kannst also nicht einmal für Allahs Religion die Ehe verschieben.
Wann solltest du heiraten? Wenn du merkst: „Ich muss jetzt heiraten, sonst falle ich in Haram rein. Ich spüre etwas. Ich kann nicht mehr klar denken.“ Dann ist für dich die Zeit gekommen.
Kein Diplom dieser Erde, keine Ausbildung, kommt mit uns ins Grab. Sogar unsere stinkenden Socken werden auf dieser Erde bleiben. Was mit uns geht, sind unsere Taten.
Wenn ich es geschafft habe, Maryam عليها السلام zu werden, Khalid bin Walid رضي الله عنه oder Omar bin al Khattab رضي الله عنه zu werden, aber es schaffen, vor der Frau weich wie Butter zu sein, dann kann ich zu Allah am jüngsten Tag sagen: „Oh Allah, ich war von dieser Generation. Die Türen zu allem waren offen, doch ich habe mich für Dich eingesetzt. Ich wollte, dass dieses Projekt weitergeht, ich habe den Kampf gegen den Shaytan aufgenommen.“
Das ist unser Ziel.
Paraphrasiert wiedergegeben.

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