Meine Geschichte 

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In meiner Jahiliyah Zeit war ich Sklave dieser Dunya und habe mich auch dementsprechend verhalten und präsentiert. Ich habe mich manipulieren lassen von meinen Gelüsten, Gefühlen und von dem Shaytan. Ich habe versucht die fehlende Glückseligkeit, die fehlende Zufriedenheit, die fehlende Anerkennung, die fehlende Liebe, meine innere Leere, den Sinn des Lebens, in dieser Dunya zu suchen. Selbstverständlich ohne Erfolg, weil nur Allah und seine Religion die Lösung für all die Probleme sind. 

In der Zeit wusste ich nur, dass das Gebet, die Bedeckung, das Fasten Pflicht waren und ich weder Allah mit meinem Weg zufrieden stelle, noch mich und meine Familie. 

Von meinem Umfeld habe ich mir absichtlich nichts sagen lassen, weil ich alles außer Nasiha zuhören bekommen durfte. Von meiner Mutter aber wollte ich absichtlich nichts hören, weil ich wusste das ihre Worte mich bewegen würden, daher war sie mein heimliches Vorbild und heute weiß ich, dass sie mich heimlich unterstützt hat indem sie meine freizügigen Kleidungsstücke weggeschmissen hatte (möge Allah ihr die höchste Stufe des Paradieses geben).

Nachdem ich mich dazu entschieden habe, eine fremde Schule in einer anderen Stadt alleine zu besuchen, habe ich in der Zeit ganz langsam zum Islam gefunden, was man mir selbstverständlich nicht angesehen hat. Ein bewegender Moment war für mich, als ich mit meiner bedeckten Mutter zum Elternabend musste und mich zutiefst geschämt hatte, wegen meines Aussehens. 

Ich hab in der Zeit angefangen, ab und zu YouTube Videos von bestimmten Predigern anzusehen und hab mich ermahnen lassen, aber trotz allem, ging ich den schlechten Weg weiterhin. 

Nachdem ich wusste, dass ich mit meinem Aussehen sündige und auch verantwortlich für die Sünden der Männer bin, wenn diese mich ansehen, hat es mich jedes Mal innerlich verletzt.

Ich habe ausreden gesucht und die Auseinandersetzung mit dem Islam hinausgezögert, bis es bei mir letztes Jahr in Ramadan „Klick💡“ gemacht hat, einige Monate nach dem ich die Schule abgebrochen hatte.

Mir wurde bewusst, das ich nicht nur reden oder fühlen sollte, sondern diese in Taten umwandeln sollte, um nach einem guten Ausgang zu streben. 

Meine größte Ermahnung war der Tod, daher hatte ich Angst in dem schlechten Zustand zu Allah zurückzukehren. Ich hatte Angst zu bereuen, wenn es schon zu spät ist, daher wollte ich meine Zeit nicht weiterhin verschwenden. Danach hat Allah mir ermöglicht, von heute auf morgen mein Leben komplett zu verändern. 

Unwissend, habe ich direkt am ersten Tag anfangen, mich zu bedecken, ohne davor es jemanden erzählt zu haben. Nach meiner Entscheidung habe ich es meiner Familie mitgeteilt, meine Mutter war und ist bis heute meine größte Unterstützung. Von meinem Umfeld (Familie, Nachbarn, Freunde, Fremde) habe ich, bis auf sehr wenige positive Reaktionen, nur Negatives zu hören, zu sehen und zu spüren bekommen. 

Viele Streitereien und Aussagen wie: 

„Du siehst mit der Bedeckung hässlich aus“, 

„du bist scheinheilig“, 

„bedeck dich nicht“, 

„du hast zu viele Sünden“, 

„du wirst es sowieso wieder ablegen“, 

„du bist nur in einer Phase“, 

„hättest du es lieber hinausgezögert“, 

„du kriegst keinen Mann und keine Arbeit ab“, 

„du tust das eh nicht für dich“, 

„du wärst die letzte, die ich mir hätte vorstellen können mit einer Bedeckung“, 

„ISIS-Braut“,

„du bist Radikal geworden“, 

„wirst du dem überhaupt gerecht“, 

„zieh deine Bedeckung aus für eine Partynacht“, […].

Einerseits hat es mich gekränkt, weil ich in meiner Anfangsphase schwach und unwissend war, aber andererseits hat es mich gestärkt, weil meine positive Entscheidung, der positive Weg und der positive Ausgang mir Seelenfrieden gaben.

Bis heute hab ich Menschen verloren und aufgegeben, habe aber dazu viele Schwestern von Allah bekommen. Alhamdulillah 

Trotz allem stand ich mit Allahs Erlaubnis immer hinter meiner Entscheidung. Alhamdulillah. Ich habe anfangen mit Hijab und Röcke/Abaya, mal geschminkt mal ungeschminkt. Nach einigen Monaten habe ich aber die Schminke komplett unterlassen, indem ich alles weg geschmissen und verschenkt habe. 

Danach hatte ich die Absicht einen Khimar zu tragen, was mir aber strickt verboten war, daher hab ich es heimlich bestellt und heimlich angezogen. Am Ende wurde ich erwischt aber die Reaktion von einem bestimmten Familienmitglied war komischerweise ganz gelassen, danach, aber nicht mehr, was mich aber bis heute nicht runterzieht. 

Ab dem Zeitpunkt hab ich ab und zu gewechselt zwischen Khimar und Hijab. Bis ich alle Hijabs zur Seite gelegt hab und mich dazu entschieden habe nur noch den Khimar zu tragen, egal, wer was sagt. 

Das Gebet habe ich ein halbes Jahr mit Videos gelernt, mein Wissen habe ich durch Bücher und Videos erweitert und nach einem halben Jahr habe ich einen Vortrag von Mubina besucht.

Sie und durch sie andere Schwestern kennenzulernen ist das größte Geschenk. Alhamdulillah. Möge Allah all den Schwestern die höchste Stufe des Paradieses geben!

-Anonym

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