Darlegung des Besuchs von Gräbern und des Bittgebets für den Toten und was damit verbunden ist

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Im Allgemeinen ist der Besuch von Gräbern eine empfohlene Handlung, die der Erinnerung und Ermahnung dient. Die Gräber der Rechtschaffenen zu besuchen ist auch empfohlen, um dadurch neben der Ermahnung Segnungen zu empfangen.

Es berichtet Abû Dharr, dass der Gesandte Gottes, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, gesagt habe: „Besuche die Gräber, denn du wirst dadurch an das Jenseits erinnert, und wasche die Toten, denn wahrlich, der Umgang mit der leeren Hülle ist eine beredete Mahnung; bete mit bei Beerdigungen damit du womöglich Trauer empfindest, denn wahrlich, der Trauernde steht im Schatten Allahs.“ (Al-Hakim)

Es sprach der Prophet, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden: „Wer das Grab seiner beiden Eltern oder eines Elternteils an jenem Freitag besucht, der erlangt Vergebung und wird als getreu verzeichnet.“ (At-Tabarani)

Es sprach der heilige Prophet, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden: „Mir obliegt die Fürsprache für einen Jeden, der mein Grab besucht.“ (Al-Hakim)

Es sagte ad-Dahhak: „Wenn einer am Samstag vor Sonnenaufgang ein Grab besucht, so erfährt der Tote von seinem Besuch.“ Man fragte ihn: „Wie kommt das?“ Er antwortete: „Wegen der hohen Stellung des Freitags.“

Es sagte Muhammed ibn Ahmed al-Marwazi: „Ich hörte einmal, wie Ahmad Ibn Hanbal sagte: „Wenn ihr die Friedhöfe betreten, so lest die Eingangssure des Quran (Fatiha) sowie die beiden Schutzsuren (Al-Falaq, An-Nas) und die Sure Ihlas, und vermacht den Lohn dafür den Bewohnern der Gräber, denn er wird ihnen zukommen.“

Er, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte ebenfalls: „Sprecht über eure Toten nur im Guten, denn wenn sie zum Volk des Paradieses gehören sollten, begeht ihr eine Sünde, und sollten sie zu den Höllenbewohnern zählen, dann reicht das, was sie dort erleiden, ihnen völlig aus.“ (Ibn Abi d-Dunya)


Quelle: Al-Ghazali (2014). Erinnerungen an den Tod und das Leben danach. S. 149-159

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