Kummerkasten

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Wa alaykum salaam wa rahmatullahi wa barakatuhu, liebe Schwester.  

Wir verstehen, dass es anstrengend ist, einer Prüfung ausgesetzt zu sein und in solchen Momenten Ruhe zu bewahren, vor allem wenn diese Prüfung schon länger anhält. Wir wissen jedoch nicht, was uns in der Zukunft erwartet, ob hier in der Dunya oder in der Akhira. Oft merken wir erst, weshalb uns Allah geprüft hat, wenn die Erleichterung eingetroffen ist.

Es ist schwer, ja. Ansonsten wäre es keine Prüfung. In der Prüfung sollten wir uns jedoch nicht beklagen, empören oder gar auflehnen. Diese Welt dreht sich um die Prüfung. Nicht einmal die Propheten blieben vor Prüfungen verschont.

Unser Prophet Muhammad (Allahs Segen und Frieden auf ihm) wurde mit seiner Familie geprüft. Er verlor seine Eltern, seinen Onkel und seine Ehefrau. Er wurde von seinem Stamm, von seinen eigenen Verwandten verachtet.

Doch es drehte sich alles um eins: „Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).“ (51:56)

Ein wichtiger Proviant für unseren Weg auf dieser Dunya ist Sabr, die Geduld. Auch unser Prophet Ayyub (Friede sei mit ihm) wurde mehreren großen Prüfungen ausgesetzt. Allah prüfte ihn mit Armut, Verlust und Krankheit. Er hatte mit seiner Frau 14 Kinder, war sehr wohlhabend aufgrund seines Ackerbaus und seinem Vieh. Außerdem war er bei den Menschen sehr angesehen und beliebt. Doch Allah prüfte ihn. Er verlor seine Besitztümer und seine Kinder. Danach wurde er sehr krank. Und auch nachdem seine Freunde und Bekannten sich von ihm abwandten, blieb er standhaft und vertraute weiterhin auf Allah. Er blieb ihm nur noch seine Ehefrau, die sich um ihn kümmerte und arbeitete, bis die Leute auch seine Frau nicht mehr beschäftigen wollten. 18 Jahre lang wurden sie geprüft.

Allah sagt zu uns: „Und gedenke Unseres Dieners Ayyub, als er seinen Herrn anrief: „Satan hat mich berührt mit Mühsal und Pein.“ (38:41)

„Und (auch) Ayyūb, als er zu seinem Herrn rief: „Mir ist gewiß Unheil widerfahren, doch Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ (21:83)

Da erhörte Allah sein Gebet und Ayyub wurde befohlen: „Stampfe mit deinem Fuß auf. Hier ist kühles Wasser zum Waschen und zum Trinken.“ Also trank er und wusch sich mit dem Wasser, das aus der Quelle austrat, auf der Stelle, auf die er gestampft hatte und Allah schenkte ihm seine Gesundheit und Kraft. Er und seine Frau bekamen auch nochmal Kinder.

So sagt Allah dazu im edlen Quran: „Und Wir schenkten ihm seine Angehörigen (wieder) und noch einmal so viele dazu von Uns als Barmherzigkeit und als Ermahnung für die Verständigen.“ (38:43)

„Da erhörten Wir ihn und nahmen das Unheil, das auf ihm war, von ihm hinweg, und gaben ihm seine Angehörigen und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für diejenigen, die (Uns) dienen.“ (21:84)

Die letzten Sätze dieser beiden Ayat sollten uns immer daran erinnern, weshalb Allah uns Propheten geschickt hat. Er hat sie uns als Vorbilder geschickt, als Ermahnungen, als Barmherzigkeit und als Erinnerung daran, dass die Erleichterung nah ist und wir durch die Prüfungen nicht leer (also nicht ohne Lohn) ausgehen werden in shaa Allah. Schaue dir unsere Propheten an.

Wer von uns würde 18 Jahre aushalten?

Wären wir alle nach so einer langen Zeit immer noch mit der Entscheidung Allahs zufrieden? Hier sehen wir unsere Aufrichtigkeit, unsere Geduld und unsere Dienerschaft.

Erinnere dich an die Prüfungen unserer Propheten, der Gelehrten und ihrer Mütter, liebe Schwester. Und siehe das Gute in all Seinen Entscheidungen. Siehst du die Einladungen und Gnaden Allahs?

Möge Allah uns zu den Geduldigen und Aufrichtigen gehören lassen. Allahumma amin.

as Salamu aleykum Salam Wa rahmatullah Wa barakatu

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